Wie uns der Schnabel gewachsen ist

Plattdeutsch gibt es in vielen regionalen Ausprägungen. Es hat viele Wörter mit dem Hochdeutschen gemein. Vielleicht wird es deshalb von Vielen nur für einen Dialekt gehalten, von Einigen sogar immer noch als die „platte“, niedere Sprache ungebildeter Bauern belächelt. „Platt“ bezieht sich in diesem Fall jedoch auf die flache Landschaft in der das Plattdeutsch zu Hause ist.

Doch Plattdeutsch, auch Niederdeutsch genannt, ist eine eigene westgermanische Sprache mit regional ausgeprägten Nuancen und als solche Forschungsgegenstand der Germanistik. In unserer Region wird das „Grafschafter Platt“ gesprochen, dessen Aussprache sich schon in der Ober- und Niedergrafschaft unterscheidet.

Dem Reichtum dieser bildhaften Sprache bieten wir bisher in unseren Publikationen ein Forum: im Bentheimer Jahrbuch, im „Grafschafter“ und bei den Sonderpublikationen unter anderem in Form von in Gedichtsammelbänden.

Der Sprachpflege widmen sich zahlreiche Initiativen in der Region. Diese Initiativen miteinander in Kontakt zu bringen und zu vernetzen, sollte in Zukunft unsere Aufgabe sein. So können die Bemühungen Einzelner gebündelt werden und zu fruchtbaren Projekten wachsen.